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Vorsicht vor der Fünferband!
Oder wie die deutschen gesetzlichen Krankenkassen Sie fünffach abzocken, ohne dass Sie etwas merken.
In der Auslage der Bäckerei ist ganz vorne ein besonders krosses Brötchen zu sehen. Daneben ein Preisschild: 20 Cents. Das Angebot macht Sie an. Sie betreten den Laden, legen 20 Cents auf den Tresen und deuten auf das bewusste Gebäckstück, das in anderen Teilen Deutschlands auch Rundstück, Semmel oder Weckle heisst.
Doch die Verkäuferin bedeutet Ihnen, dass 20 Cents nicht reichen. Dafür gebe es nur das sichtbare Äussere des Brötchens, d.h. die Kruste. Wer auch noch das nach dem Aufschneiden des Brötchens heraustretende weisse Innere wolle, müsse dafür weitere 20 Cents löhnen.

Sie legen nochmal eine 20 Cents-Münze drauf und greifen nach dem Brötchen. "Halt!" ruft die Verkäuferin. Da wäre auch noch der togal unsichtbare, aber garantiert biologische sowie rechts drehende Flüssigkeitsgehalt des Brötchens, dür den erneut 20 Cents fällig würden.
Sie lassen weitere 20 Cents springen und wollen sich mit dem Brötchen davon machen. Wieder hält Sie die Verkäuferin zurück - dismal kommen 20 Cents für das Betreten der Bäckerei dazu. Misstrauisch legen Sie nochmal 20 Cents auf den Tresen und warten, was passiert. Richtig, die Verkäuferin ist immer noch nicht zufrieden, sie will jetzt 20 Cents für die Bedienung. Also bislang alles in allem einen Euro.
Endlich haben Sie die Nase voll, knallen das Brötchen zurück auf den Tresen, stecken Ihr Geld wieder ein und verlassen den komischen Laden.
Warum schicken Sie nicht auch Ihre deutsche gesetzliche Krankenkasse zum Teufel, wenn diese plötzlich mit viel Phantasie aus einem Monatsbeitrag für ganz normalen Krankenversicherungsschutz deren fünfe macht? Nämlich:
- Den Krankenkassenbeitrag, wie wir ihn seit Erfinden der Sozialkrankenkasse Anno 1883 kennen.
- Den Pflegeversicherungsbeitrag, der 1995 dazu kam.
- Die Praxisgebühr, die AOK & Co. 2004 erfanden.
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Die Krankenhauszuzahlung, die sie noch im nämlichen Jahr 2004 draufsattelten.
- Den Zahnbehandlungsbeitrag, den sie uns 2005 klammheimlich untermischten.
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Merke: Sie können gar nicht so schnell gucken, wie die abgefeimten Bosse der deutschen Gesetzlichen in ihren feudalen Versicherungspalästen Ihnen schon den nächsten Foul überbraten. Die Herren sitzen einfach am längeren Hebel, weil sie bereits beim Formulieren der sie berührenden gesetze über ihre Lobbyisten die entscheidende Feder führen. Sie brauchen daher taffe Bundesgenossen, die aus mindestens dem gleichen Holz geschnitzt sind, wie die Paten der deutschen Sozialassekuranz, um sich gegen letztere wirksam zur Wehr zu setzen.
Das passt etwa auf die Beschreibung Ihres Autors, dem z.B. die grösste aller deutschen Gesetzlichen schon vor Jahren einen monatlichen Krankenkassenbeitrag von nahe DEM 1000 zudiktiert hatte, der aber Mittel und Wege fand, um mit € 60 davonzukommen. Darin enthalten alle ggf. nötigen stationären Medizinleistungen bis zur Herztransplantation in einer priesgekrönten Uniklinik im Ausland sowie während seiner Abwesenheit von der alten Heimat Aufrechterhaltung aller Rechte bei einer bestimmten deutschen Gesetzlichen!
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