Recht vertraulich: Finanzpornographie vom Bäckermeister!
Aufschrei in der Finanzpresse
und unter tausenden deutscher Geldanleger: Markus Frick, ehemaliger
Bäckermeister und nunmehr Börsen-Guru, soll mit seinen „Make-Money-Raketen“
wertlose Rohstoffaktien empfohlen haben. Alles Betrug? Alles Marktmanipulation?
Dubiose Hintermänner sollen die Fäden gezogen haben und in bewährter Manier,
wie das beim Handel mit Penny-Stocks so üblich ist, bereits beim Verkauf an die
gierigen, dummen Anleger die grosse Kohle beiseite geschafft haben. Alles Betrug
oder, vorsichtig ausgedrückt, heftige Marktmanipulation? – Ja was denn sonst!
Man muss doch wirklich nur drei und drei zusammenzählen können, um sich von der wundersamen Geldvermehrungsmaschinerie eines Bäckermeisters Frick
und anderer Kurs-Raketen-Prediger ein eigenes (vernichtendes) Urteil machen
zu können. Wir vom Geldbrief warnen an dieser Stelle nunmehr seit Jahren fast
wie Propheten in der Wüste vor den dubiosen Angeboten marktschreierischer
Finanz-Gurus mit entsprechender medialer Vermarktung einschliesslich der
E-mail-Sendungen mit angeblich heissen Kauftipps. Vor hochprozentigen
Renditeversprechen jeglichen Couleurs haben wir nachhaltig zuletzt in Geldbrief 17/2006 gewarnt: „Lassen Sie ohne wenn und aber die Finger von sämtlichen Penny-Stocks und sonstigen Exoten-Empfehlungen von Börsen-Gurus, ehemaligen Bäckermeistern oder wem auch immer“. Uns kann also keiner vorwerfen, wir hätten nicht rechtzeitig und unmissverständlich gewarnt! Das sei auch in Richtung all derer gesagt, die seit Jahren mit einem höchst fragwürdigen Verkauf von ganzseitigen Werbeflächen (inkonsequent zur sonstigen Berichterstattung) diesen unsäglichen Vertrieb von Schrottaktien fördern.
Aber diese Inkonsequenz und Scheinheiligkeit gewisser Finanzmedien, bisweilen auch des Börsenfernsehens, ist nun einmal ein prägendes Element von Teilen der weltweiten Finanzindustrie, besser als Finanzpornographie bezeichnet, die immer und überall, seit jeher und immer wieder, „dummes Geld“ sucht und findet.
Nochmals zum Geldbrief 17/2006: Deutlich gewarnt haben wir damals vor ganzseitig vermarkteten „Kurs-Raketen“. Zum Beispiel vor YUKON RESOURCES – der strahlenden Uran-Kursrakete. Bei damaligen Kursen um 0.70 Euro wurden binnen 6-12 Monaten 2.50 Euro avisiert. Anleger haben „Glück“ gehabt. Der Kursverlust beträgt hier bislang „nur“ ca. 50 %. • Gewarnt haben wir vor KNEWTRINO INC. – der heissen Kurs-Rakete in Sachen mobiles Internet, dessen Aktienkurs von damals 1.12 Euro im Zuge des bevorstehenden „Produktlaunchings“ angeblich massiv ansteigen würde. Hat irgendwie nicht so geklappt: Bei einem Kurs von aktuell 0.35 Euro verzeichnen Anleger Kursverluste von mittlerweile über 70 %. • Gewarnt haben wir vor NFX Gold – der angeblich heissesten Gold-Aktie, die auf einer Roadshow von führenden Geologen gerade „zur besten Aktie“ überhaupt gekürt worden sei. Gepusht wurde auch dieser Penny-Stock von 0.04 Euro im Sommer 2005 auf 1.97 Euro im Mai 2006. Bei unserer Warnung konnte man noch bei Kursen um 0.60 Euro aussteigen (und dazu rieten wir dringlichst, zwecks Vermeidung weiterer Verluste). Wenn man Glück hat, bekommt man für diese Aktie aktuell noch 0.15 Euro. Auch hier ein satter Verlust von mehr als 70 % mit der „besten“ Gold-Aktie – dank den Erkenntnissen führender Geologen! • Gewarnt haben wir vor FOOTHILLS RESOURCES INC. – gepusht und gepriesen auf ganzseitigen Werbeanzeigen als „Rohstoffperle 2006“ („hochkarätige Erdgasvorkommen mit gigantischen potentiellen Reserven“ usw.). Das Risiko, wusste der Smallcap-Investor zu berichten, sei „sehr gering, bei gleichzeitig gigantischem Potential“. Gepusht auf Höchstkurse um 3 Euro im August 2006 geht es seither bergab auf aktuell 0.69 Euro. Wie nicht? Vier massive Warnungen. Viermal ein Volltreffer – nunmehr arg gebeutelten Geldanlegern wären massive Verluste zwischen 50-80 % erspart geblieben – bei zusätzlichen soliden Gewinnen mit unseren Geldbrief-Empfehlungen.
Auch hier gilt: Das Geld ist nicht weg, es ist nur bei anderen. Wir haben vor diesem ganzen Schwachsinn gewarnt (u. a. Recht vertraulich: Die Börse ist genial in Geldbrief 13/2006). Und eben in Geldbrief 17/2006 („Schrott-Aktien“). Unsere Kolumne endete damals mit dem Hinweis: „Hochprozentige Renditeversprechen und die Wahrscheinlichkeit von Anlagebetrug verhalten sich völlig proportional“. Dem ist nichts hinzuzufügen. jur. Muc 2007 ©
P.S. Weitere aktuelle Warnungen im nächsten Geldbrief.
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