Zinssteuer: Automatische Auskunft, Quellensteuer oder freiwillige Meldung
Halbwahrheiten sind schädliche Unwahrheiten. Deshalb in Kürze:
Wo immer Sie wohnen, Ihre Zins- und Dividendenerträge müssen Sie an Ihrem Wohnort versteuern – egal wo Ihre Konten geführt werden.
Sie haben ein legales Konto im EU-Ausland: Ob Sie in Berlin wohnen und ein (Miet-) Konto auf Mallorca unterhalten, oder ob Sie auf auf Tenerifa residieren und Zinseinnahmen bei einer Bank in München haben – der deutsche Fiskus meldet nach Spanien, der spanische nach Deutschland. Zinseinnahmen zu verschweigen geht nicht mehr. Innerhalb von Deutschland ohnehin nicht mehr: Ob Sie Konten in Grünwald oder Hannover unterhalten, Ihr Finanzamt in Köln, wenn Sie in der Domstadt am Rhein wohnen, weiss es. Auf Knopfdruck.
Wenn Sie ein "ehrliches" Konto in den EU-Staaten Luxembourg, Belgien oder Österreich oder den Nicht-EU-Ländern Schweiz, Liechtenstein, Andorra, San Marino, Monaco, Jersey, Guernsey, Isle of Man etc. unterhalten, können Sie wählen: pauschaler Steuerabzug oder freiwillige Meldung. Da Ihre Zinseinnahmen ohnehin in Ihrer Heimat steuerpflichtig sind, der Steuerabzug angerechnet wird, können Sie sich viel Arbeit ersparen. Geben Sie Ihrer Ausländischen Bank die Genehmigung, Ihren Steuerbehörden die erhaltenen Zinsen mitzuteilen.
Sie haben ein „heimliches“ Konto: Ob Sie ein Konto in Flensburg, Oberammergau, Enschede, Rimini oder Alicante haben – Ihr Finanzamt in Münster oder Como ist informiert. Ihr „heimliches“ Konto fällt auf. Und Sie sind dran. Möglicherweise droht Ihnen eine Nachversteuerung für die letzten zwölf Jahre...
Nur bei Konten in den Ländern Luxembourg, Belgien, Oesterreich, Schweiz, Liechtenstein etc. können Sie – vorläufig! – die von 15 % auf 35 % ansteigende „anonyme Verrechnungssteuer“ zahlen. Ehrliche Banken schreiben jedoch schon jetzt, dass „diese Quellensteuer keine befreiende Wirkung hat und den Anleger nicht von seinen Erklärungspflichten in seinem Wohnsitzstaat entbindet“. Vorläufig? Ja. Denn vermutlich folgt anschliessend wie bei den anderen braven Ländern der automatische Informationsausstausch.
Sind Sie darauf vorbereitet? Lesen Sie bitte unsere Informationsschriften „Die Schwarzgeld- Falle“ (Euro 100 Vorkasse) sowie „Was sind die Bankgeheimnisse noch wert? – Ist mein Geld im Ausland noch sicher?“ (ebenfalls 100 Euro Vorkasse) und treffen Sie dann die richtige Entscheidung: Sofort Ihre Konten und Depots auf ertragsteuerfrei stellen (steuerfreie Kursgewinne statt steuerpflichtiger Zinsen und steuerpflichtiger Dividenden) und die straf- und zivilrechtlichen Verjährungsfristen abwarten. So gibt es keine Meldungen und keine Quellensteuern! Dann beibt Ihr Geld bei Ihnen und Ihren Erben, legal und steuerfrei.
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